Seifersdorfer Ortschronik

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Der erste Schulunterricht fand wahrscheinlich im bereits abgerissenen Erbgerichtsguthaus, in der Schank und Gerichtsstube statt. Als erster Lehrer wird von 1555-1569, Hans Fuchs erwähnt.

Das erste Schulgebäude mit seinem markanten Fachwerkobergeschoss, befand sich links vom Kirchhofstor, es war zugleich die Wohnung des Schulmeister und Kirchenorganist. Am 11.Mai 1744 wird diese erstmals Urkundlich im Kirchenbuch erwähnt, mit dem Lehrer, Gottfried Ehrlich, welcher seit 1763 auch die neue Nebenschule in Groß- Oelsa unterrichtete. Die Kinder des letzteren Ortes gingen bis zur Einweihung ihres eigenen Schulgebäudes mit nach Seifersdorf zum Unterricht, oder wurden in den Häusern des Ortes unterrichtet. Im Jahre 1797 und 1811 fand eine Erneuerung des Seifersdorfer Schulgebäudes statt.

Mit der Verordnung vom 24. Juli 1768 wurde in Sachsen die allgemeine Schulpflicht eingeführt, die Verordnung besagt, dass alle Kinder vom fünften bis zum vierzehnten Lebensjahr das ganze hindurch (außer der Erntezeit) die Schule besuchen mussten.

Die Kinder von Malter, Paulsdorf, Paulshain, Seifen und Spechtritz gingen ebenfalls in Seifersdorf zur Schule.

Für die Armen, hilfsbedürftigen Schulkinder wurde von den Geistlichen und den Schullehrer eine Legate ausgeteilt, wie es im Jahre 1837 erwähnt wird.  

Die spätere Schule rechts vom Kirchhofstor, wurde im Jahre 1884 als Zweiklassenschule eröffnet, bereits 1886 auf vier Klassen erweitert und 1907 sowie 1927 wegen steigender Schülerzahl nochmals vergrößert.

Die Kinder von Malter, Paulsdorf, Berreuth und Seifen besuchten seit 1844 eine Eigene und seit 1913 die neue Schule, welche mit dem Bau der Talsperre Malter auf der ehemaligen Seifersdorfer Gemarkung durch Abgabe von Gemeindeland in Paulsdorf entstand. Seit 1973 gehen die Kinder von Spechtritz in die Schule in Rabenau.

Eine neue Schule in Seifersdorf  wurde 1989 auf der Borlaser Strasse erbaut. Dort werden die Schüler der umliegenden Ortschaften der Klassen 1-4 unterrichtet. Seit 2005 befindet sich auch der Kindergarten im Gebäude der Grundschule. Die Schüler der 5.-10. Klasse gehen nach Dippoldiswalde in die Mittelschule bzw. auf das dortige Gymnasium.

Beide ältere Schulen dienen heute als Wohnung, Gemeinde und Geschäftsräume.

 

Quelle: Unser Heimatdorf - Broschüre zur 700 Jahrfeier Seifersdorf, Totenbuch Seifersdorf 1744 Seite 383/10, Denkmalschutzliste, Seifersdorf unsere Heimat 2000.Von den Weißeritztalsperren und dem Bau der Talsperre Malter 1913, Staatsarchiv Dresden. Sachsen Kirchengalerie Band 1.

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