Seifersdorfer Ortschronik

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Auf den folgenden Seiten gibt es einen groben Überblick über die Geschichte von Seifersdorf.

 

 


 

 

 

 

12. Jahrhundert



Eines der aus den deutschen Gauen, Bayern, Franken, Thüringen, vom Rhein oder dem Stammverwandten Holland eingewanderten Deutschen Siedler unter Zuweisung des Buggrafen von Dohna unter  Führung eines Lokator Siegfried (Siverus, Seifried, Seifert) erreichen unsere Gegend und machen sich seßhaft. Das genaue Gründungsjahr und welcher der Volksstämme unseren Ort bewohnten ist nicht bekannt.



4. Juli 1282

 



Seifersdorf wird erstmalig in einer Schenkungsurkunde für das Kloster Alt-Zella erwähnt. Burggraf Otto II. von Dohna "vermacht" dem Kloster 1,5 Talente Freiberger Münze, die im Ort eingenommen werden sollen


20.Juli 1312



Seifersdorf geht (nebst Paulsdorf, Börnchen und einem Teil von Naundorf bei Rabenau) von Otto II. von Dohna schenkungsweise an das Kloster Alt- Zella über, mit dem Kirchlehens in Seifersdorf, der Gerichtbarkeit, dem Zinsen, Zehnten und allen Nutzungen.  Die Kirche wird somit erstmals erwähnt.

 

1346

 

Die Kirche Seifersdorf wird unter den 17 Kirchspielen des Kirchkreis Dippoldiswalde  in der Kirchprovinz Nisan erwähnt.  Ihr Erzpriester war in Dippoldiswalde, der Bischof in Meißen seßhaft.

 


1387



Seifersdorf geht durch Erbe an den Burggrafen Otto Heyde II. von Dohna und wird durch diesen an Nicolai Wichard, Bürger zu Freiberg, verkauft. Damit beginnt die Abbröckelung des Dohnaischen Gebietes in der Gegend um Dippoldiswalde.

 

 

 


 

 

 

 

1429



Die Hussiten hausen in und um Dippoldiswalde. Sie brennen nach Mord und Plünderung Dippoldiswalde an den Weihnachtsfeiertagen nieder. Vielleicht ist auch Seifersdorf damals nicht verschont geblieben?



1451



Kurfürst Friedrich II. gibt seine Gunst zum Wiederaufkauf von Seifersdorf. Damit hängt wahrscheinlich die Jahreszahl 1451 zusammen, die sich am Chorgiebel der Kirche befand und möglicherweise mit einem Erneuerungs- bzw. Erweiterungsbau in Verbindung zu bringen ist.

 

1470

 

Die Holzbrettmühle auf der Brettmühlwiese wird unter dem Seifersdorfer Besitzer Simon Kohl erwähnt.

 


1486



Herzog Albrecht von Sachsen leiht die Ortschaften Seifersdorf, Berreuth und Paulsdorf an die auf Berreuth sitzenden Herren Heinrich & Nicolaus von Loß. Das Kirchlehen bleibt im Besitz des Domkapitals zu Freiberg. Zu diesem Zeitpunkt gehört die Kirche unter den Priesnitzer Archidiakon des Hochstifts zu Meißen und zählt zum Dippoldiswalder Sprengel.

 

1498

 

Christoph Loße zu Berreuth darf an jedem Gerichtstag in Seifersdorf 1 Viertel fremdes Bier schenken, sind auf seiner Dorfseite mit dem Erbgericht Kirmestage soll er auch an diesem Tage 1 Faß fremdes Bier schenken dürfen.

 

1501

 

Die Seifersdorfer Mühle mit 3 Mühlgängen wird unter dem Besitzer ,,floyming der moller" erwähnt.

 

1504

 

Es wird erwähnt das Christoph Loße zu Berreuth , welcher die halbe Dorfseite mit dem Erbgericht für 1350 rheinische Gulden vom Domkapitel Freiberg erkaufte. am 13 November 1504 bekennt dass das Kapitel sich das Kirchlehen in Seifersdorf vorbehält. Im selben Jahr wird die Brettmühle auf der Brettmühlwiese vom Besitzer Simon Kohl erwähnt.

 

1518

 

Unsere Kirche erhielt einen Altar der vom Dippoldiswalder Maler und Bildschnitzer Moljorge geschafen wurde.

 

1519

 

Die Vereinbarung  von 1498 wird ergänzt, das in Seifersdorf auch die andere Dorfseite auf welcher die Kirche steht mit der Ortschaft Spechtritz nur Dippoldiswalder Bier schenken darf. Mit 5 Viertel fremden Bieres in Seifersdorf  

 


1539


Auf Betreiben des Bischofs Johann III. von Meißen wird die Barbara-Kapelle zur Verhinderung heimlicher lutherischer Gottesdienste zerstört.



1564



Kurfürst August kauft von Joachim von Lohs das Rittergut Berreuth mit Seifersdorf und weiteren sieben Ortschaften für 30 000 Gulden und setzt einen Schösser (Abgabeneintreiber) ein. In einer Eintragung heißt es; ,,Kurfürst August unterstützte am 1. Mai 1567 die Schuster von Dippoldiswalde, indem er den Schösser von Berreuth anwies, den zunftlosen Schuster zu Seifersdorf zu entfernen, weil er sich gesetzwidrig dort aufhält."

 

 

 

1568/69

 

Es kam in und um Seifersdorf zu Erderschütterungen

 

1573

 

Laut einem Schreiben soll sich Landfischmeister Joseph Benno Theler mit dem Rentmeister wegen der Ablösung der Weißeritzfischerei des Müllers Anthonius Pfundt von Seifersdorf  für 40 Thaler in Verbindung setzten.

 

1578

 

Die Steinerne Brücke über die Weißeritz wird erwähnt.

 

1581

 

Heinrich von Miltitz zu Rabenau verkaufte dem Seifersdorfer Müller Anthonius Pfundt  für 55 Thaler Erblich mit einem Rükkaufsrecht, ein Stück der Weißeritz vom Dippoldiswalder Rain bis zum Seifersdorfer Mühlenwehr. Somit besaß dieser die Fischereinutzung

 

1583

 

Die Ortsrichter von Seifersdorf, Paulsdorf und Großoelsa beschweren sich, daß ihnen die Dippoldiswalder Bürger soviel altes nun sauer gewordenes Bier eingelegt haben und fordern Zurücknahme.

 

 

1585

 



Die Pest verbreitet sich erschreckend im ganzen Lande und fordert große Opfer in Seifersdorf, Dippoldiswalde, Ruppendorf und Höckendorf. Auch 1607 und 1609/13 fordert die Pest dauernd Opfer in Stadt und Amt Dippoldiswalde. Erst 1620 erlosch die Pest nach einzelnen Krankheitsfällen.

 

1586

 

In Seifersdorf besteht die Holzbrettmühle auf der Brettmühlwiese vom Besitzer "Caspar" und die Seifersdorfer Mahl und Brettmühle mit 3 Gängen vom Besitzer "Antonius Pfundt".

 

 

 1593

 

Die Schwester des Vorwerksbesitzer Heinrich von Miltitz, Maria von Miltitz aus dem Geschlecht der Wettiner ist in der Seifersdorfer Kirche in einer Kruft im Altarraum am 20 November begraben wurden. Im selben Jahr bei dem Weißeritzhochwasser ertrank der Seifersdorfer Michael Fritzsche.

 

1594



Dem Richter zu Seifersdorf, Peter Büttner, welcher Freiberger Bier auf Kirmessen verschenkt, wird solches bei 50 Gulden Srafe verboten. Da aber das Schenken am Sonntag Bartholomäi unterblieben ist, wird ausnahmsweise gestattet, 2 Fass Freiberger Bier zu verschenken.


1595


Der Schenker zu Seifersdorf hat abermals fremdes Bier eingelegt, das ihm vom Amte versiegelt wird. Bei 100 Gulden Strafe erhält der Schankwirt den Befehl, mit Dippoldiswalder Bier zufrieden zu sein. Der Wirt reißt die Siegel ab und verschenkt ( Wortbedeutung; Hier für ausschenken) das Bier.

 

 

1632-1639

Im Verlaufe des Dreißigjährigen Krieges wird unsere Gegend bei Durchzug bzw. Aufenthalt kaiserlicher Truppen schwer heimgesucht. 1639, nach Ankunft der Schweden, begannen abermals die Plünderungen. Das Kirchbuch von Seifersdorf zählt 43 Tote auf, darunter 15 aus Seifersdorf, 7 aus Malter, 6 aus Oelsa, 5 aus Paulshain, 4 aus Spechtritz, 4 aus Paulsdorf, 2 aus Seifen; sie kamen zum großen Teil bei der Erstürmung Rabenaus durch die Schweden ums Leben. Im Jahre 1636 erkaufte Peter Menzer das Wüste 1/2 Hufengut vom verstorbenen George Fuchs an der Alten Meißner Straße.

 

1634

 

Hat Christof Mende, das 1/2.Hufengut seines verstorbenen Schwagers, Jacob Bischoff an Michael Lehmann verkauft.  

 

1636

 

Der Schafmeister, Andreas Augustin verkauft seines Bruders, Valtin Augustin hinterlassenes halbviertel Acker großes Gut mit Wohnhaus und Scheune, welches neben dem Gütlein des Dippoldiswalder Amtsschreiber steht, an den Zimmermann, George Pfundt.

 

 

1640

 

Es wird erwähnt das, dass, 1.Hufengut von Jacob Kohl, welches im Krieg angebrand wurde, 4 Jahre lang, ganz Wüst & Öde war. Nun vom neuen Besitzer Caspar Bormann wieder aufgebaut wird. In der Nähe diesem verkaufte im selben Jahr der Zimmermann, George Beyer sein Haus an Michael Göhler.

 

1641

 

Das an der Alten Meißner Straße gelegene 1/2.Hufengut von Matthes Kohl welches er 1638 von Peter Menzer erkauft, ist seit dem Jahre 1636 Wüst, die Scheune und das Wohnhaus sind eingefallen, im selben Jahr kauft es der Georg Bormann und baute das Gut wieder auf. 

 

1644

 

Balthasar Grundmann, Witwe verkauft das im Jahre 1643 ihres verstorbenen vorgenannten Ehemann von Michael Lehmann, der das 1/2.Hufengut hier,  seines Bruders Georg Lehmann zum Zeitpunkt in Obermalter wohnhaft  abermals verkaufte, zurück an den letztgenannten.

 

1648

 

Walter Hamann verkaufte sein Wohnhäuslein an Jacob Hamann.

 


1658



Aus dem Bericht des Amtsshössers Jacob Hamitzsch zu Dippoldiswalde: ,,Seifersdorf gehört zum Amte Dippoldiswalde und zählt 8 unbewohnte Häuser, 38 Hüfner, 1 Gärtner, 12 Häusler an Männern oder Witwen, dazu kommen 51 Waiber, 16 Kinder, 6 Gesinde, 50 Mannschaft (fast alle verheiratet),"

 

1663

 

Neben der Gemeindeschmiede, verkaufte Martens Geisler Witwe, das Häuslein an Georg Menzer.

 

1665

 

 

Das Hufengut des verstorbenen Mühlenhelfer Georg Pellmann, in der Kurfürstlichen Hafermühle zu Dresden, geht an seinen jüngeren Sohn, Michael Pellmann, drei von der Gemeinde erworbenen Wiesen mit dem Hausbaurecht und Bewässerungsrecht vom Gemeindewasser, geht an seinen ältesten Sohn und Sichelschmied im Ort dem Caspar Pellmann.

 

 

1667

 

Der Erbrichter Samuel Böhme, verkaufte dem Borlaser Michael Kohl, mit einem Widerkaufsrecht für 9 Gulden, eine zu seinem Gut gehörende Wiese an der Borlasbach, zwischen Abraham Pfundt und den Folgen gelegen.

 

 

1677

 

Der Seifersdorfer Pfarrer Christoph  Friedrich Otto wird Besitzer durch Kauf der Roten Mühle bei Malter.

 

 

1690

 

 

Am Sonntag nach Trinitatis verstarb an einen Schlaganfall der Pfarrer Magister Mauritius Ranisch. Er hatte eben mit den Seinigen das Abendmahl abgehalten und den Segen gesprochen, als er auf den Wege in der Sakristei umviel.

 

 


1699

Lips Tulian, ein berüchtigter Räuber, ist mit seinen Komplizen, zweimal diesen Jahres in die Kirche eingebrochen, wo er insgesamt 37 Taler, 16 Groschen und 9 Pfennige erbeutete.

 

 


 

 

 

 

 

1703

Unter August II. (dem Starken) wird der Bevölkerung eine Akzise (Verbrauchsabgabe) für Vieh, Wild, Geflügel, Fisch, Gemüse und Obst auferlegt. Sie bedeutete eine ungeheure Belastung für die Bevölkerung. Die Einkünfte aus diesen indirekten steuern werden der Herrsch- und Prunksucht und der Mätressenwirtschaft des königlich-polnischen/kurfürstlich-sächsischen Hofes geopfert.

 

1714

 

 

In einem Streit über die Frondienste mit dem Rittergut Berreuth werden  die Bauern: Georg Bormann, Christian Bormann, Caspar Hamann und der Erbmüller Christian Pfundt mit der Erbmüllerin Maria Pfundt, Witwe  erwähnt.

 

1742

 

Am 12. April verstarb der aus Schulpforta bei Naumburg stammende, Pfarrer Johann Christoph Heider, welcher mit Doppelsärgen auf dem hinteren Friedhof in einer Gruft, die mit Steintafeln abgedeckt, wurde, beigesetzt ist. 

 

1744

 

Am 7.April 8 Uhr Abends, entfachte beim 1 Hufen Bauer, Christian Müller seiner Scheune ein Feuer, welches mit seinem Hof auch umliegende insgesamt 9 Wohngebäude, zwischen der Alten Meißner Straße, der Dorfstraße bis vor das Erbgericht, in Mitleidenschaft zog. Sein Vater der Senior Bauer Christian Müller gleichen Namens wurde aus der Scheune gerettet und in das große Erbgerichtseitengebäude gebracht, wo dieser den 27.April Nachts 11 Uhr verstarb. Im selben Jahr wird die Schule im Ort erwähnt, in welcher die Mutter des Organist und Schulmeister Gottfried Ehrlich, Christiana Ehrlich geborene Rülke verstarb.

 

 

1756

 

Am 8.September gegen 8 Uhr Abends maschierten preußische Truppen durch unseren Ort nach Dippoldiswalde  

 

1757

 

Beim Hausbesitzer, Christian Winkler an der Alten Meißner Straße, befindet sich in seiner Stube,eine Schusterwerkstatt, welche beim Verkauf des bereits 1665 erwähnten Haus, in diesem Jahr an seinem Sohn Christian Gottlieb Winkler genannt wird. 

 

1759

Durch die unheilvolle Politik des Kanzlers Brühl erfolgte 1755 der Einmarsch preußischer Truppen, die später mit österreichischen und kaiserlichen wechselten, in unsere Heimat. Während der Kämpe nahe Maxen im November 1759, bei denen General Fink mit etwa 15 000 Mann von den Österreichern gefangengenommen wird, erstreckten sich die Kampfhandlungen bis nach Malter und in die Dippoldiswalder Heide. Es ist anzunehmen, dass auch Seifersdorf nicht verschont wurde.

 

1760

 

Im November quartiere sich der Regimentsstab des Kaiserlich-Habsburgischen Regiments Pallavicini in Seifersdorf über den Winter ein.

 

16.Mai 1762

 

Links und Rechts der Weißeritz  von Seifersdorf bis Schmiedeberg stehen die Vorposten des Freibataillon Leiteritz stationiert.

 

1763

 

Die Gebäude des Erbgericht werden erfasst, es besteht das Erbgerichtswohnhaus mit eingebauten Zug und Zuchtviehställen nebst der Schank gleicherem Gerichtstube und Keller, 1 Scheune mit Keller, 1 Seitengebäude mit Hoftordurchfahrt.  Dazu ein am  4.Dezember des Jahres verkauftes Auszugshaus mit Kuhstall.

 


1772

Nach den Hungerjahren 1771 und 1772 beginnt in unserer Gegend der Anbau von Kartoffeln. Vom Reichstädter Schlossgarten ausgehend, erfolgt rasche Verbreitung in der Umgebung.

 

1775

 

Das Feuermandat von Sachsen wurde verabschiedet und musste auch in Seifersdorf angewendet werden. Unter anderem  wurden die Hofbäume vor den Grundstücken als Blitzableiter gepflanzt, die Backöfen wurden außerhalb der Häuser angebracht.

 

18.Juli 1778

 

Viele preußische Regimente und Bataillone , unter anderem eines vom Prinz Heinrich, versammelten sich bei  Freital-Deuben und marschierten über Rabenau, Seifersdorf, Paulsdorf nach Reichtsädt, wo sie ein Lager aufschlugen im ,,Bayerischen Erbfolgekrieg".

 

1795

 

Im Glashütter Bergamtrevier ist in Seifersdorf der ,,Allmächtige Hand Gottes , Erbstolln,, unter den Besitzer Nitzsche als eine Fristzeche erwähnt.

 

 

 


 1803

 

In Seifersdorf  bestehen 22 ganze, 13 halbe Güter, 19 Häuser, 9 Gärtneranwesen und eine Mühle mit 4 Gängen. Im ganzen Ort wohnen 450 Einwohner. Der an an der Weißeritz nahe des Seifersdorfer Niederdorf liegende "Rabenstein" wird erwähnt. Welcher einige Zeit später den Namen "Trompeterfelsen" erhielt.  Der Aschen-Berg ( Mittelhochdeutsch Eschen-Berg, Höhenpunkt auf dem Eschen stehen) wird erstmals auf den Landkarten der Berliner Meilenblätter erwähnt. Er misst 383,9 Meter.ü.NN.

 

 

1806-1813

Auch die Napoleonischen Kriege machen keinen Bogen um unsere Heimat. Im September 1806 stehen 2 preusische Geschütze an der Capell-Linde. Am 24. August 1813 sind Stadt und Umgebung von Dippoldiswalde ein einziges großes Heerlager der gegen Napoleon Verbündeten. Es reicht vom Kohlberg bei Ulberndorf bis Seifersdorf (wo  auf der Geiers-Wacht eine Feldwache aus dem Geierschen Gut stationiert war) und Groß-Oelsa; überall lohen die Wachtfeuer. Besonders in den Dörfern erzwingt man die Herausgabe von Lebensmitteln, Getränken, Holz und Kleidungsstücken. Es kommt zu Plünderungen wobei die Schule und der Pfarrer besonders zu leiden hat. Am 11. Dezember 1813 verstarb der Pfarrer Johann Friedrich Cuno, an folgen der Mißhandlungen durch die Franzosen. Den Bauern unseres Ortes verlangt man Gespanndienste.  Vor der Schlacht bei Dresden ziehen auch Franzosen durch unsere Gegend. Bei der Eintreibung von Lagerbedürfnissen wird der Halbhüfner Leiteritz in Seifersdorf von der Wendisch-Karsdorfer Feldwache erschossen.

 

1807

 

In Seifersdorf wird der spätere Cantor, Organist und Knabenlehrer von Dippoldiswalde, Carl Friedrich Tronicke geboren.

 

1814

 

Die Bauernwaldungen im Amt Dippoldiswalde worunter auch die Seifersdorfer Bauern welche besitzen, sind Größtenteils abgeholzt und zu Feld gemacht wurden. Der restlische Baumbestand ist Kahl und sehr wenig aufgeforstet.

 

1816

 

beim Verkauf der großen Mühle wird genannt, das diese 3,-Mahl,-1,-Schneide,-1.Oelgang besitzt, Ein Wohnhaus, Seitengebäude, Stallgebäude und Scheune als Bauliche Anlagen. Es verkaufte Christine verw.Pfundt an Carl Gottlob Grumbt. Die Besitzer der Mühle müssen seit Übernahme der Brettmühlwiese nach dem 30Jährigen Krieg jährlich 1/2 Thaler an das Dorf Malter zahlen.

 

 

1830-1832

 

Das Erb und Grundzinsregister mit  75. Bewohnten Grundstücken wurde erstellt.  1831 wurde das neue Erbgerichtschankhaus erbaut.

 

1834

 

Die Frohndieste zum Rittergut Berreuth wurden abgeschaft.

 

1835

 

Die erste Flurkarte mit einem Verzeichnis aller Grundstücke wurde erstellt.

 

1836

 

Es ist Protokolliert, das der Seifersdorfer Mühlenbesitzer Carl Gottlob Grumbt  (welcher die Mühle von 1816- 1836) besaß, mit den Herrschaftlichen Forst und Fischerei Aufseher  Immanuel Wilhelm Wagner zu Bereuth unstimmigkeiten Zwecks der Fischerei  entlang der  Weißeritz hat. Im gleichen Jahr übernimmt der Stiefsohn des genannten, Christian Carl Pfundt die Mühle, welche damit wieder in Besitz der Familie Pfundt welche sie seit 1570 besaß, geht.

 

 

1837

 

 

Es werden  Nordwestlich von Seifersdorf  2 Teiche und eine Mühle mit 4 Gängen an der Weißeritz erwähnt.   

 

 

13.Dezember 1838

 

Das Seifersdorfer Erbgerichtssiegel wird erwähnt, auf welchen sich ein  Engel  befindet der in der Rechten Hand einen Stock hoch hält. Die Unstimmigkeiten der Wegführung  von der Alten Meißner Straße in Richtung Dippoldiswalder Straße wurden behoben.  Zur Kirche gehören 1565 Personen.

 

1839

 

Es erfolgte der Straßenneubau von Seifersdorf nach Spechtritz über Teile der Alten Meißner Straße.

 

1840

 

Übern Dorfe wird die Capell-Linde erwähnt, welche auf eine ehemalige Wahlfahrtkapelle zeugen soll. Das Pfarrhaus und das dem Pächter des Pfarrgutes nutzenden Pächterhaus bezeugen durch ihr Äußeres ihr Altertum, Sie überdauerten alle Kriege und Feuer seit ihrer Entstehung.  

 

1843

 

Das erste Flurbuch nebst Brandkataster und Kroki wird erfasst, es werden 82 Bewohnte Grundstücke wie  3 externen Scheunen und 1 Schuppen erwähnt.  Auch das Register der Frohndienstablöse beim Rittergut Berreuth mit 50 Frohnen wurde ausgestellt und versiegelt. im selben Jahr wir im  Erbgericht  die Befugniss zum Brotbacken, Brantweinschank,- Brauen, Bierschank, Salzverteieb und Schlachten genannt.

 

1845

 

Im Ort wird ein Erbgerichtslehngut nebst Gasthof und eine Mühle nebst Säge genannt.  Die Einwohnerzahl beträgt 570 Einwohner.

 

1848

 

Am 20.April  der  ,,Kohl Erbstolln,, wurde eröffnet vom Dresdner Farbikanten Karl Ferdinant Weiß. Dieser erwarb die Abbaurechte  vom Grundstücksbesitzer Johann Gottfried Bormann. 6 Arbeiter waren in dem Bergwerk angestellt, welche im 2 Schichtsystem Tag und Nacht Arbeiteten. Im selben Jahr erfolgte der Neubau des Haus und der Schmiede von Carl Gottlieb Bach nach einem Brand im Oberdorf und der Bau eines neuen Pfarrhaus, Anstelle dem älteren Altertümlichen baufällig gewordenen.

 

 

18 Februar  1852

 

Der in Seifersdorf lebende Arbeiter, Friedrich August Wolf ein vorbestrafter Verbecher ist in der Nacht vom 14/15 Februar aus der Untersuchungshaft in Naundorf ausgebrochen und wird Polizeilich gesucht.  Am 18. April 1852 wurde er nachdem er wieder gefast wurde auf dem Amtsgericht Dippoldiswalde auf 1 Jahr Freiheitsentzug angeklagt.

 


1864


Der Silberbergbau, in der Umgebung von Dippoldiswalde wurde seit dem 12. Jahrhundert mit wechselndem Erfolg betrieben, kommt endgültig zum Erliegen. In Seifersdorf wurde zuletzt auf einer Waldfläche des Börnerschen Gutes  im  ,,Kohl Erbstolln,, bis 1859 nach Silber geschürft.  Im selben Jahr ließ Christian Karl Pfundt an der Brettmühlwiese eine Knochenmühle und eine Oelmühle erbauen.

 

1867

 

Das Bauernhaus vom Besitzer Heinrich Wilhelm Dietirich im Oberdorf, wurde Opfer eines Feuer, noch im selben Jahr wurde es wieder aufgebaut.

 

1876

 

In Seifersdorf betreibt der 43. Jährige Schuhmachermeister Ernst Hamann in der Hausnummer 49, eine Schuhwerkstatt mit Verkauf.

 

1878

 

Es wurde der Turnverein ,, Frohsinn zu Seifersdorf" gegründet.  Im Niederdorf wurde die Bäckerei von Heinrich Gottlob Ebert erbaut.

 

1880

 

Die Knochenmühle und die Oelmühle an der Brettmühlwiese wird unter dem Besitzer "Julius Ernst Berger" genannt.

 

1882



Durch den Bau der Schmalspurbahn Hainsberg - Kipsdorf erhält Seifersdorf eine günstige Verkehrsverbindung nach Dresden. Es entstand die Erste Segmentbetonbahnbrücke Deutschlands im Seifersdorfer Niederdorf durch die Firma Dyckerhoff&Widermann, im selben Jahr wurde das Haus von Carl Hermann Tittel  am Seifengrund nach einem Brand neu aufgebaut.

 

1888

 

Die Ernestine Emilia Pietzsch, geborene Kirsten, verkaufte die von ihrem Ehemann Carl Ferdinant Pietzsch im Jahre 1885 übernommene Erbgerichtschänke, an den Gustav Hermann Lieber. Die ehemalige Knochenmühle und Oelmühle an der Brettmühlwiese gehört Franz Ferdinat Riemschneider aus Dresden.

 

1889

 

Der ,,Sächsische Militärverein Seifersdorf und Umgebung " wurde gegründet,  eine Medailie für die Kleidung der Mitglieder, welche mittig die sächsische Krone und jeweils auf beiden Seiten einen stehenden Löwen zeigt, wurde von der Firma Glaser und Sohn in Dresden gefertigt. 

 

 

1891

 

Prinz Friedrich August von Sachsen nahm an dem Major des Sächsischen Militärverein Seifersdorf und Umgebung teil.

 

1892

 

Nach einem Feuer wurde das Bauernhaus von Friedrich August Klemm im Niederdorf, Neu erbaut. Am Oelsaberg entstand ein neues Wohnhaus.

 

1895

 

Es wurden die Grenzsteine der Kommunen zu den Nachbarorten gesetzt. Im Juli des Jahres wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet, ein Spritze nebst Spritzenmeister bestand schon.

 

 

1896

 

Es entstand der Fußweg von Seifersdorf nach Rabenau durch den Rabenauer Grund.

 

 

1897

Nach fast einwöchigem Regen entsteht Ende Juli die höchste Flut des Jahrhunderts in der Roten Weißeritz. Der Eisenbahnverkehr ist infolge Dammunterspülungen und Brückeneinstürzen sechs Wochen unterbrochen. Alle 14 Eisenbahnbrücken zwischen Coßmannsdorf und der Rabenauer Mühle sind in Mitleidenschaft gezogen; die Weißeritzbrücke in Seifersdorf übersteht das Unwetter. Im gleichem Jahr kaufte Oskar Dreßler das Waldgrundstück vom 1/4 Hüfner Karl Gustav Lieber, auf welchem 1898 das Kurhaus entstand.

 

1898

 

Die Bäckerei von Heinrich Gottlob Ebert übernahm Karl Hermann Brückner im Niederdorf.

 

 

 


 

1900

 

Die Knochen und Oelmühle wird von der Gesellschaft Haßler  in Augsburg, Johannes Konrad Theordor von Haßler erkauft.

 

1903

 

Es erfolgte der Umbau der Knochen und nebenstehenden Oelmühle zum  Elektrizitätswerk mit einer Wohnung, durch den Ingenieur Theordor Hassler. Welcher das Grundstück im selben Jahr übernahm. Im selben Jahr werden Unteranderem im Ort, 11 Stuhlbauer, 2 Stuhlbaufabrikanten, 10 Zimmermänner, 5 Tischer, 4 Schneidermeister, 3 Bäcker und 3 Schuhmacher genannt.

 

1905

 

Der Holzlagerschuppen im alten Bahnhofsgelände wurde abgetragen. Im selben Jahr wird Berta Mathilde Wilhelmine von Haßler in Augsburg, als Besitzerin des Elektrizitätswerk genannt.

 

 

1907

 

Die Bau und Betriebsgesellschaft für Zentralanlagen ,,Stelzenmüller" in Chemnitz wird als Besitzer des Elektritzitätswerk genannt, welche eine Sauggasanlage für Braunkohle-Briketts genehmigt bekommen hat.

 

1909

 

Der einzigste Einwohner von Seifersdorf  Carl Hermann Tittel (im heutigen Staubecken der Talsperre Malter),  verkaufte sein im Jahre 1809 erstmals beurkundetes  Wirtschaftswohnhaus mit dem Grundstück an die Weißeritztalsperrengenossenschaft.

 

 

1910

 

Ein Feuer ist am am 10.Januar diesen Jahres in der Scheune der Familie Börrnert ausgebrochen,  durch Funkenflug wurde auch der  angrenzende, zusammenhängenden Hofkomplex der Familien Zimmermann und Neubert vernichtet, welche getrennt wieder aufgebaut wurden. Die Wohnhäuser der Familie Neubert und Börrnert, erlitten einzelne Brandschäden. Auch an den angrenzenden Gebäuden, entlang der Alten Meißner Straße  verzeichnete man einzelne Schäden. Die abgebrannte Scheune wurde schon nach 1744 durch eine Feuersbrunst erneut aufgebaut.
 

 

1911-1913

Bau der Talsperre Malter, im Erstes Jahr der Bauphase ( 1911) erfolgte der Anschluss des  Elektritzitätswerk  an das  Stromnetz nach dem es zuvor Größtenteils nur Seifersdorfer Häuser mit Strom versorgte.  Am 24. April 1912 wurde die Bahnstrecke zwischen Spechtritz und der Sperrmauer als Anschlußgleis Talserrenbauamt eröffnet.

 

1912

 

Es erschien in diesem Jahr die Broschüre Luftkurort und Sommerfrische Seifersdorf, die vom Ortsverein Seifersdorf in Zusammenarbeit mit  Karl Viktor Eugen Kowarzik erstellt wurde. Im selben Jahr, wurde das Elektrizitätswerk unter dem Besitzer, der Firma Bau und Betriebsgesellschaft Stelzenmüller aus Chemnitz umgebaut, die Zwei Häuser am Oelsaberg wurden zum Bau der neuen Bahntrasse und zur Verbreiterung der Straße nach Oelsa abgetragen. Auch die Seifersdorfer Schneidemühle unter dem Besitzer Ernst König, wurde durch Umbauten in diesem Jahr erweitert. Es konnte weiterhin in diesem Jahr, die neue Herrenschneiderei dem 1894 in Seifersdorf zugezogenen aus Hamm stammenden Karl Heinrich Schreiber, in seinem 1911 begonnen Wohn-& Schneiderwerkstatt,-Anbau welcher am bestehenden 1789 erbauten Fachwerkhaus erfolgte, eröffnet werden. Im gleichem Jahr betrieb auch weiterhin, Gustav Guder im Niederdorf eine Schneiderei in seinem 1836 erbautem Wohnhaus.

 

 

1913

 


Der Bienenzüchterverein Seifersdorf und Umgebung mit 31 Mitgliedern schloss sich dem Bienenw.,-Hauptvereine im Königreich Sachsen an.  Vorstand ist der Borlaser Lehrer P.Thiel.

 

 

1914-1918

Im Jahre 1914 ging das   Elektritzitätswerk Talsperre Malter an das Stromnetz. Am 15.6.1914 wurden die letzten Gleise zwischen Spechtritz und der Sperrmauer abgetragen, der Bahndamm wurde als Wanderweg freigegeben. Der erste Weltkrieg fordert im gesamten Kirchspiel 46 Todesopfer; Seifersdorf hat 23 Einwohner zu beklagen.

 

1916

 

Als neuer Besitzer der Erbgerichtschänke wird Johann Heinrich Wetzel in Klingenberg genannt.

 

1924

 

Die Turnhalle im Niederdorf wurde eingeweiht.

 

1933

 

Die Seifersdorfer Feuerwehrkapelle wurde gegründet.

 

1934

 

Baubeginn erster Häuser, auf der neuen Siedlung am Waldesrand,  zwischen der Paulsdorfer Heide und dem Paulsdorfer Kirchweg.

 

1935

 

Das Alte 1842 erstmals erwähnte Spritzenhaus wurde durch einen Neubau ersetzt. Die Häuser entlang der Kirchwegstraße im Oberen Dorf vor der Villenkolonie wurden fertiggestellt

 

1937

 

Es fand eine Umflurung durch den Verkauf von Seifersdorfer Bauernland  in Borlas zur Errichtung einer neuen Häusersiedlung statt.

 

1939-1945

Im zweiten Weltkrieg, der den Völkern viel Leid gebracht hat, mussten mehr als 50 Seifersdorfer ihr Leben opfern. Im Jahre 1939 wurde die Herrenschneiderei von Karl Heinrich Schreiber geschlossen. Am 7 Mai 1945 konnte eine in der Dorfmitte in Stellung gebrachte SS-Batterie einer Feldartillerie zum Abmarsch gebracht werden, sie zogen nach Dippoldiswalde weiter. 8 Mai 1945 letzte gefechte von SS und Wehrmacht in und um Dippoldiswalde nachdem Deutschland kapituliert hat. 9. Mai 1945 Rote Armee ist in Dippoldiswalde eingetroffen und hat auf dem Kirchturm die Rote Fahne gehisst, Ende der Naziherrschaft. Viel Leid durch Plünderungen und Vergewaltigungen durch Soldaten der Roten Armee. Am 6.Juni 1945 Der Pfarrer Eltz wurde am Abend von einem durch den Friedhof  spazierenden  betrunkenen Russischen Soldaten beim herausschauen aus dem Pfarrhaus erschossen. November 1945 ehemalige NSDAP Genossen und Anhänger wurden in verschiedene Deutsche Konzentrationslager abtranspotiert. 
Nach Kriegsende fanden fast 400 Umsiedler und Ausgebomte, vor allem Dresdner, in Seifersdorf Obdach. Bei der Schlacht bei Wilsdruff sind auch zwei Seifersdorfer am 07. Mai 1945 ums leben gekommen, sie wurden in einem Doppelgrab am hinteren Ende des Friedhof begraben.

 

1941

 

Am Ortsrand von Borlas erfolgte der Bau von Häusern  mit der Erschließung einer kleinen Siedlung auf der Seifersdorfer Gemarkung

 

 

1948

 

Der am 5.1.1868 in Seifersdorf geborene, gelernte Maschinenbauer späterer Mitglied in der SPD, USPD, SED. Mitglied in Verschieden Verbänden,Leiter der Solzialistischen Heimvolksschule Tinz wie der Großthüringischen Zentralstelle für Arbeiterbildung und Abgeordeter im Leipziger Stadtparlament. Prof.Gustav Henning verstarb in diesem Jahr. Auch in diesem Jahr, gründete Bäckermeister Herbert Meyer die Familienbäckerei nach Pacht der ehemaligen Enderlein Bäckerei im Mitteldorf.

 

1949

 

Eine neue Ortschronik  von Johannes Arnold wurde erstellt. In ihr wird auch die Gaststätte und Tanzlokal Anglerheim erwähnt, von welcher bereits 1947 eine Postkarte erschien.

 

1951

 

Im Zuge der Bodenreform wurden einzelne Güter von Angehörenden des ehemaligen NS-System Zwangsenteignet und an Flüchtlinge aus den Besetzten deutschen Gebieten rechtswidrig übereignet. Auch die Neuen zusammenhängenden  Kleingärten zwischen dem Paulsdorfer Kirchweg (Bergstraße) und dem O-Weg, an der Paulsdorfer Heide, entstand durch Enteignung der Bodenreform, in diesem Jahr.

 

1954

 

vom 8-12.Juli Regnete es ununterbrochen, infolge, stiegen die Pegel der umliegenden Gewässer enorm an, was zu einer Hochwasserkatastrophe führte.

 

1955

 

19.Januar. In Paulsdorf wurde eine Sühnestelle eingerichtet, die auch für die Bürger von Seifersdorf zuständig ist.

 

1957

 

Die Bäckerei Meyer hat ihr Geschäft im Ort geschlossen und eröffnete in Oelsa ein Neues.  

 

1958

 

Am 5-6.Juli  ein Unwetter ging nieder ,was den Pegel der Weißeritz ansteigen ließ.

 

1959

 

In der  Gaststätte und Tanzlokal ,,Anglerheim" an der Sperrmauer  fand der alljährliche Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Malter statt.

 

1960

 

Durch Zwang der Kommunistischen Diktatur musste die LPG Typ I Heimatland gegründet werden. Auch die Buslinie  von Freital-Hainsberg über Rabenau nach Dippoldiswalde wurde eröffnet.

 

1961

 

Von Seifersdorf nach Freital Hainberg fanden vom 22-28.Juni auf der Roten Weißeritz die Weltmeisterschaften im Kanuwildwasserrennen statt.

 

1968

 

Es erfolgte die Fertigstellung des Sperrmauerüberlauf zu einer Schussrinne. Am 28. November erfollgte die Gründung des ,,Zweckverbandes Erholungswesen Talsperre Malter" mit den Ortschaften: Seifersdorf, Malter, Paulsdorf und Dippoldiswalde.  

 

1969

 

Im Seifersdorfer Bad wird ein Kassengebäude aufgestellt.

 

1970-1980

Auf den Feldfloren verschwanden fast alle Wege, Säume, Wiesengründe und Feuchtbiotobe. Es entstehen große Landwirtschaftsbauten.

 

1974

 

Am 4.Juli wurde der Seifersdorfer Grund, teile des Gründel, Mittel und Lange Grund und von Seifersdorf unter Schutz gestellt, als Landschaftsschutzgebiet ,,Tal der Roten Weißeritz" welches sich bis in den Spechtritzgrund erstreckt. 

 

1975

 

Es fand die 1. Pferdeleistungsschau auf dem Reitplatz statt.

 

1977

 

Aus der Scheune welche zum angrenzenden 1829 erwähnten, 1835 erbauten Fachwerkhaus gehörte, wurde das neue Feuerwehrgerätehaus nach Abbruch der Scheune im selben Jahr eingeweiht. 

 

1979

 

Die Erashütte auf dem Hochplateau Erashöhe wurde von Mitgliedern des Kulturbundes Seifersdorf errichtet.

 

 

1980

 

Es erfolgte die Umzäunung des Strandbad Seifersdorf

 

 

1982

 

 

Das Strandbad Seifersdorf erhielt einen Rettungsturm

 

 

1983

 

 

Der Dorfteich am Feuerwehrgerätehaus wurde zur Zisterne umgebaut. Im selben Jahr wurde die Gaststätte,, Strandperle"  nachdem sie in einem Mehrzweckgebäude welches auch ein neues Eintrittsgebäude zum Seifersdorfer Bad mit Sanitäranlagen beinhalt eingerichtet wurde, erföffnet.

 

1987

 

Die TU Dresden begann mit dem  Versuchsobjekt VHF und UHF Frequenzbänder mit Bau eines Empfangsmast mit Satellitenantennen auf dem Stein-Berg in der Paulsdorfer Heide, welcher erstmalig westdeutsches Fernsehen durch die Verlegung einer Kabeltrasse und der damit erschlossenen Kabelfernsehergemeinschaft  zu den Fernsehgeräten schaltete.

 

1989

 

Das Trinkwasser gelangt durch eine neue Wasserleitung von der Talsperre Klingenberg, erstmals nach Seifersdorf.

 

1990

 

Der Zweckverband ,,Erholungswesen,, Talsperre Malter wurde aufgelöst

 

 

 1991

 

Der Freizeitclub Seifersdorf e.V. wurde gegründet.

 

1992

 

Der Seifersdorfer Damm über die Talsperre Malter auf welchen die Straße nach Paulsdorf verläuft wurde erneuert, es erfolgte die Verbeiterung der Fahrbahn mit Beiderseitigen Fußwegbau.

 

1993

 

Der Bahnhof Seifersdorf war  Filmkulisse des Bayerischen Rundfunk zu den Film  Madame Bäurin

 

 

1995

 

Es erfolgte die Gründung des Kulturverein Seifersdof e.V.

 

01. Januar 1996



Im Zuge der Gemeindegebietsreform vereinigen sich die Orte Seifersdorf, Malter und Paulsdorf mit Seifen zur Talsperrengemeinde Malter. Im selben Jahr wurde der alte Teich an der Schmiedegasse zur Zisterne umgebaut.

 

11. Februar 1997

 

Die Verbandskläranlage an der Neuen Straße wurde in Betrieb genommen.

 

29.Oktober 1997

 

Die Neue Straße konnte nach einem umfangreichen Ausbau eingeweiht werden. Mit der Maßnahme wurde auch eine alte Müllkippe Im Gründel über welche die Straße teils verläuft versiegelt.

 

12.Dezember 1997

 

Der Bahnrundwanderweg wurde fertiggestellt.

 

 

31.Juli 1998

 

Seifersdorf erhielt neben den Ortschaften Malter und Paulsdorf die Staatliche Anerkennung zum Erholungsort.

 

01.September 2001

 

Erstes Opeltreffen des Freitaler Opel-Team auf dem Reitplatz

 

12. August 2002

 



Das Jahrhunderthochwasser verwüstet den Rabenauer Grund und zerstört große Teile des Gleisbettes der Schmalspurbahn, sowie deren Brücken. Ein Eigenheim steht bis zur ersten Etage in den Fluten der Weißeritz, einige seiner Nebengebäude werden zerstört.

 

Dezember 2002

 

Der ,,Heimat & Feuerwehrverein Seifersdorf" wurde gegründet.



01. Januar 2003

Die Gemeinde Malter mit Seifersdorf, Paulsdorf und Seifen wird in die Stadt Dippoldiswalde eingegliedert und durch schriftliche Vereinbarungen in der Eingliederungsvereinbarung unteranderem der Erhalt als Erholungsorte für die Zukunft gesichert.

 

28.September 2003

 

Es wurden 3 neue Glocken in der Kirche geweiht.

 

09-11.Juli 2004

 

Einweihung des Beachvolleyballplatz an der Turnhalle.

 

14.November 2004

 

Weihe des Kriegerdenkmal an der Turnhalle

 

18.Februar 2005

 

Die Rosengasse erhielt wieder ihren ursprünglichen Namen ,,Alte Meißner Straße"

 

 

13.Februar 2005

 

Das Kirchgemeindezentrum wurde eingeweiht.

 

29.August 2005

 

Der Kindergarten in der Schule wurde feierlich eröffnet.

 

26.September 2005

 

Der Energie-Lehrpfad welcher auch durch Seifersdorf geht wurde eröffnet.

 

14.August 2006

 

Es wird mit der Beräumung und Versiegelung von der zwischen 1970-1993 genutze Mülldeponie unterhalb der Neuen Straße begonnen.

 

30. Juni - 08. Juli. 2007



Seifersdorf begeht sein 725jährigen Jubiläum.

 

14. Dezember 2008

 

Die Weißeritztalbahn fährt erstmals, nach ihrer Zerstörung durch das Augusthochwasser 2002,  planmäßig über Seifersdorf durch den Rabenauer Grund nach Freital-Heinsberg

 

17-18.Juli 2009

 

Das 1. Schmalspurbahnfestival  der Weißeritztalbahn mit Zugkreuzungen und Veranstaltungen auf dem Seifersdorfer Bahnhofsgelände wurde begangen.

 

06.September 2009

 

Es fand das 1. Seifersdorfer Oldtimertreffen durch die im selben Jahr gegründeten  ,,Oldtimerfreunde Seifersdorf" auf dem Reitplatzgelände statt.

 

05.September 2010

 

Das 1. Seifersdorfer Simson Rennen wurde auf dem Reitplatz veranstaltet.

 

11.Mai 2011

 

Es begann die Arbeiten zum Aufbau einer neuen Touristischen Wegbeschilderung  im Ortsgebiet durch den Neuen Ortswegewart.

 

12.August 2011

 

Ein weiterer Bauabschnitt des Fußweg entlang der Bergstraße zwischen der Hauptstraßenkreuzung und dem Waldesrand im Oberdorf begann, nachdem im letzten Jahr ein Teilstück von diesem fertiggestellt wurde. Für das nächste Jahrzehnt, ist der restliche Fußwegbau bis zur Weißeritz in Planung. 

 

03.August  2011

 

Das Landesamt für Archäologie Sachsen nahm eine gezielte montanarchäologische Begehung an der Borlasbach unterhalb der Straße zwischen Spechtritz und Borlas vor.  Es wurden 2 Pingen festgestellt und untersucht. Hierbei handelt es sich um den ,,Silberblich Erbstollen,, wie er 1866 auf einer Grubenkarte eingezeichnet ist.

 

01.Juni 2012

 

Die Kirche wurde nach einer umfangreichen Renvovierung und Restaurierung eingeweiht. Es fand eine Festwoche zur 700 jährigen  Ersterwähnung der Kirche statt.

 

01-04.06.2013

Es erstreckte sich eine Regenfront über Sachsen die alle Bäche und Flüsse enorm zu reisenden Strömen ansteigen ließ. Am 3.6 ca 12.30 Uhr lief die Talsperre Malter über den Hochwasserüberlauf in Seifersdorf über. Nachdem hier ein Zulauf von ca: 28.57 m3/s zur gleichen Zeit von Dippoldiswalde zu verzeichnen war. Infolge stieg auch der Weißeritzpegel bis ca: 35m3/s Durchfluss an. Die Weißeritzwiesen, der Bahndamm  und Teile des Wanderweg im Rabenauergrund wurden überflutet. Die Talsperre selbst hatte ein Höchstbeckeninhalt von ca 9,004 m3 am 3.6 gegen 22.00 Uhr zu verzeichnen.

 

15.06.2013

 

Die Weißeritztalbahn fährt wieder, nach dem die Hochwasserschäden im Rabenauer Grund entlang der Strecke beseitigt wurden.

 

02.07.2013

 

Über Jahrzehnte führte die  Haltestelle Seifersdorf/Anglerheim den falschen Schriftzug Malter/Anglerheim. Nach dem im letzten Jahr Ein Haltestellenschild berichtigt wurde, konnte nun auch das Zweite vom Regionalverkehr Dresden geändert werden.

 

19-21.07.2013

 

Bis zu  40.000 Besucher kahmen an diesem Wochenende zur 100.Jahrfeier an die Talsperre Malter. Zahlreiche Veranstaltungen konnten besucht werden, 31.500 Eintrittskarten wurden verkauft.  Der Höhepunkt Malter in Flammen brachte einen Besucherrekord.  Die Strandbäder kahmen an ihre Kapazitätsgrenzen am Samstagabend. In Seifersdorf fanden zahlreiche Ausstellungen vom Oldtimer bis US-Car, Kinderfest, Neptunfest, Flohmarkt und einem Irish Folk Abend mit der Liveband Folk`s Sake statt. Gleichzeitig fand das Schmalspurbahn- Festival der Weißeritztalbahn statt, welches über 12.000 Besucher verzeichnen konnte.

 

29.05.2014

 

Ein Erdbeben vom ca 150 Kilometer entfernten Tschechischen Ausgangszentrum Novy Kostel, der der Stärke 4,2-4,5 war am Samstag 12,37Uhr zu spüren.

 

28.07.2014

 

Am alten Bahndamm wurden die Tafeln, Segmentbogenbrücke und Mühgrabenbrücke neu angebracht.

 

19.07.2015

 

In den Morgenstunden wurden vom Seifersdorfer Parkplatz an der Weißeritz in Richtung Spechtritz alle Wandertafeln samt Halter und Bänke von Besuchern Malter in Flammen, herausgerissen und in die Weißeritz geworfen,  nach Beseitigung der Schäden, und Anbringen der Tafeln an ihren Standorten, erfollgte auch eine neue Anfertigung und Aufstellung des Holzständer mit Tafeln am Eingang des Rabenauer Grund im September diesen Jahres.

 

24.10.2015

 

Im Heimatpark wurde der am 03.10.1990, zum Tag der Deutschen Einheit, von der Freiwilligen Feuerwehr gepflanzte Ahornbaum gefällt.

 

29.10.2015

 

An der Borlaser Straße, neben der Schule,  wurde der Grundstein zum Bau der neuen Turnhalle gelegt.

 

16.03.2016

 

Das sächsische Wirtschaftsministerium bestätigte nach Prüfung durch den  Landesbeirates für Kur- und  Erholungsorte die Weiterführung des Titel ,,staatlich anerkannter Erholungsort" für die Ortschaften Seifersdorf Malter und Paulsdorf.

 

17.11.2016

 

 Die neue Turnhalle an der Borlaser Straße, neben der Schule wurde mit einem Fest eingeweiht.

 

22.12.2016

 

Die Sperrmauer der Talsperre Malter, konnte seit der Sperrung im April diesem Jahres, nun wieder nach Fertigstellung aller erfolgten Baumaßnahmen, für den Verkehr freigegeben werden. Am gleichem Tag erfolgte entlang der Neuen Straße, ein Freischnitt des Straßenbereich.

 

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