Seifersdorfer Ortschronik

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Die Flur von Seifersdorf umfaßte 1229 Acker Landes. Diese Größe war bestimmend, es zum Kirchdorf zu machen und darin die Ortschaften Groß-Oelsa, Spechtritz, Malter, Paulsdorf, Paulshain und Seifen einzupfarren. Der Kirchort hatte zur Erhaltung der Kirche das meiste beizutragen, denn das Kirch-, Pfarr- und Küsterlehen wurde seiner Flur entnommen. Die anderen Orte waren zu Natural- und Zinsleistungen verpflichtet. Wann unsere Kirche erbaut wurde, ist nicht genau bekannt. Sie wird das erste mal im Jahre 1312 erwähnt. Im Jahre 1346 wird sie unter den 17 Kirchen des Kirchkreis Dippoldiswalde in der  Kirchenprovinz Nisan genannt.  Aus dieser Zeit finden sich noch unter anderem spätgotische Fresgen und der Taufstein mit romanischen Ornamenten vor. Eine weitere Jahreszahl deutet am Chorgiebel auf das Jahr 1451 hin, welche auf eine Veränderung diesem verweist. Sie ist zweifellos das älteste Gebäude des Ortes.  In einer Kruft im Chorraum wurde 1593 die Maria von Miltitz, Schwester des Vorwerksbesitzer Heinrich von Milltitz aus Malter begraben. Der Teilwiederaufbau nach ihrer Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg (1639) dauerte 17 Jahre. Eine Sandsteintafel im hinteren Giebel zum Friedhof trägt die Jahreszahl 1705. Der in der Vorderen Eingangshalle stehende Grabstein verweist mit der Jahreszahl 1727 auf den Pfarrer Christoph Gottfried Haße. Die Zahl 1724 an der Wetterfahne deutet auf eine größere Erneuerung hin, welcher in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mehrere folgten. Das Altarwerk ist von >>Mal-Jurge<<, einem Dippoldiswalder Künstler, im Jahre 1518 geschaffen worden. Die Kanzel stammt aus der Zeit des Barock. Die Orgel wurde von Karl Traugott Stöckel aus Dippoldiswalde in den Jahren 1868-1871 erbaut. Das Geläut besteht aus drei Glocken, die nacheinander in den Jahren um 1500, 1697 und 1724 geweiht wurden; es fiel dem ersten und das nächste dem zweiten Weltkrieg zum Opfer. Die Ältere Glocke wurde in eine andere Kirche geredet. Das jetzige Geläut wurde 2003 geweiht.  Die Turmuhr besitzt ein Uhrwerk, welches von F.Räder 1834 geschaffen wurde. Durch die Vollendung des Kirchenbaues in Oelsa im Jahre 1928 schied Groß-Oelsa vollständig aus dem Kirchverband von Seifersdorf aus. Neben der Kirche befindet sich auch das Seifersdorfer Kriegerdenkmal welches an die gefallenen des Erstweltkrieg errinert wie ein Gedenkstein für die Opfer des zweiten Weltkrieg. 

 

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Seifersdorfer Kirche um 1900
 
 
 
 
Quelle: Unser Heimatdorf - Broschüre zur 700 Jahrfeier Seifersdorf, Chroniken der Kirche Seifersdorf
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