Seifersdorfer Ortschronik

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Die Kleine Straße

Von Dresden verläuft sie über Räcknitz, Rippien,  Possendorf, Wilmsdorf, Börnchen, Großoelsa, Seifersdorf, Höckendorf, Klingenberg, Bobritzsch, Hilbersdorf nach Freiberg. Es ist  ein Teil  der aus  Franken über das Vogtland durch Zwickau, Lichtenstein, Chemnitz verlaufenden Straße welche sich in Freiberg in die Obere und Kleine Straße teilte,  schon im Mittelalter wird sie erwähnt. Um 1800 wird sie noch als Straße nach Freiberg genannt. 

Das Teilstück Seifersdorf-Oelsa wurde umgeackert. Der Rest des Weges nach Possendorf und zwischen Seifersdorf nach Höckendorf kann bewandert oder befahren werden.

Entlang der Straße findet man steinerne Wegweiser vor,  wie den  bei Borlas, den in Seifersdorf von 1836 und den in Oelsa . Die Bettsäule auch Martersäule genannt bei Neuoelsa, errinert an einen an dieser Stelle gestorbenen Wandersmann auf der einst vorbeiführenden Straße. 

Auf Teilstücken der Kleinen Straße verlief die schon in früheren Jahrhunderten an großer Bedeutung für die Wirtschaft verlaufende Salzstraße. Die von Halle über das Erzgebirge nach Freiberg kahm, und durch die Ortschaften Seifersdorf, Oelsa, Quohren, Dohna.. über Pirna verlief.

 

Die Kleine Straße bei Seifersdorf                       Die Martersäule bei Neuoelsa

 

 


 

Die Alte Meißner Straße

Die Alte Meißner Straße ist teilweise auch heute noch eine Straße die auch so noch benannt wird. Ihr Verlauf beginnt von der Butterstraße an den Lübauer Büchschen nahe der Viehweghöhe. In Borlas überquert sie im Niederdorf den Borlasbach mit der Borlasbachbrücke zur Straße nach Spechtritz. Kurz danach geht sie steil den Berg hinauf durch Wälder und nach Seifersdorf durch den Ort, wo auch ein steinerner Wegweiser stand. Das Teilstück der Straße von Seifersdorf zur Dippoldiswalder Straße (K9010) wo sie endete, wurde von der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft eingeackert. Die Bedeutung dieser schon im 18. Jahrhundert erwähnten Straße ist als Verbindungsweg zwischen der Butterstraße, auf der die Butter wie auch Holz und Flachs, Leinöl und Leinwand aus dem Erzgebirge nach Dresden transportiert wurden und der Amtshauptstadt Dippoldiswalde über Malter. Im 18. Jahrhundert wird sie noch als das „Stresgen“ (Straße) geschrieben, der heutige Name stammt aus dem 19. Jahrhundert.  Im Jahre 1838 wird berichtet das die Lübauer und Borlaser Einwohner Kohle und Eisen aus dem Plaunischen Grund  zu den  Obercarsdorfer Eisenhammerwerken  und ihre Getreidevorräte  auf den Markt nach Dippoldiswalde über die Straße fuhren.  Auf der heutigen Straße nach Paulsdorf endete sie.

 

 

 

Die alte Meißner Straße bei Seifersdorf              Die alte Meißner Straße an der Butterstraße

 


Die Alte Spechtritzer Straße / Leichenweg

Die Alte Spechtritzer Straße ist der alte Verbindungsweg zwischen den Ortschaften Spechtritz und Seifersdorf. Im 18. Jahruhndert wird sie als Leichenweg benannt. Was davon kommt, dass auf diesen Weg die Leichen aus Spechtritz nach Seifersdorf zur Kirche gebracht wurden. Im 19. Jahrhundert wird sie als alte Spechtritzer Straße benannt. Sie war in früheren Zeiten die einzigste Verbindung nach Spechtritz. Noch heute können Teile des Weges begangen werden.

 

 

Die Spechtritzer Straße

Nach Anstreben der Spechtritzer Bürger , nachdem das Fortkommen über den Leichenweg zu Problemen in der Winterzeit und mit den Grundstückseigentümern von Seifersdorf führte,  wurde von der Mündung der Alten Spechtritzer Straße ( Leichenweg) bei Spechtritz bis zur alten Meißner Straße ein neuer Weg im Jahre 1839 gebaut.  Noch heute kann dieser begangen werden.

 

 

 


Die Kirchwege

Mit den Bau einer Kirche in Seifersdorf  wurden auch die Ortschaften Malter, Paulsdorf, Paulshain, Seifen, Spechtritz und Großoelßa eingepfarrt. Damit diese eine Verbindung nach Seifersdorf haten, wurden zu diesen Kirchwege angelegt.  Der Kirchweg nach Paulshain verläuft durch die Paulsdorfer Heide, der nach Paulsdorf durch den Ort Seifen, beide sind vollständig erhalten. Der Kirchweg nach Malter verlief vom Paulsdorfer Kirchweg oberhalb des Gründel bis zur Dippoldiswalder Straße die von Seifersdorf über Malter nach Dippoldiswalder verlief, heute dient sie als Straßenverbindung zwischen dem Seifersdorfer Oberdorf und dem Seifersdorfer Bad. Der Rest des Weges wurde durch den Bau der Talsperre überflutet.  Nach Großoelsa gab es keinen Kirchweg da dieser mit der Kleinen Straße an der Martersäule vorbei verlief. Noch im 18. Jahrhundert werden die Kirchwege als Leichenwege benannt.

 

Der Paulsdorfer Kirchweg                                          Die Dippoldiswalder Straße am Strandbad

 

Der Paulshainer Kirchweg in der Paulsdorfer Heide

 


Der Kirchsteig

Damit die Spechtritzer Bürger nicht mehr Umwege zur Seifersdorfer Kirche in kauf nehmen mussten, wurde Quer über die Felder von der Mündung der Spechtritzer Straße bei Spechtritz bis zum Friedhof nach Seifersdorf im 19. Jahrhundert ein Fußsteig angelegt. Anfang des 19Jh wird nur noch ein Teilstück des Weges zwischen der Alten Meißner Straße und dem Friedhof erwähnt. Heute ist dieser leider durch umackern der Leistung Produktionsgenossenschaft verschwunden.

 


 

 

Der Wildsteig  

Dieser Weg  verlief ursprünglich vom Paulshainer Kirchweg in der Paulsdorfer Heide bis zur Dippoldiswalder Straße. Anfang des 19Jh wird er als ,,Die Wilde Straße" auf den Berliner Meilenblättern genannt. Nach der Besiedlung entlang dem Kurhaus und Genesungsheim entstand auch die Straße ,,Am Waldesrand" ,welche auf Teilen des Weges verläuft. Der Abschnitt von dem Paulsdorfer Kirchweg bis zum Seifersdorfer Bad wurde 1993, nachdem er in früheren Zeiten durch die LPG umgeackert wurde,wieder angelegt, mit der Namensnennung ,,Wildsteig". Der vom Waldesrand zum Paulshainer Kirchweg verlaufende Abschnitt trägt heute den Namen ,,Wildweg" und blieb in seiner Ursprünglichkeit  erhalten.

Der Name des Weges wurde nach dem Wildwechsel ,welcher über den Weg stattfindet genannt.

 

 

Der Wildsteig am Waldesrand

 

 


 

Die Straße von Borlas nach Spechtritz

 

Es ist ein erhaltener Abschnitt eines historischen Weges. Von der Straßenkreuzung im Borlaser Niederdorf geht sie auf einem kleinen Stück mit der ,,Alten Meißner Straße" durch die Seifersdorfer Fluren nach Spechtritz. Von hier ging sie ursprüngich weiter hinter den Höfen über den heutigen Weg ,, Am Steinberg" ,hinab in den Spechtritzgrund über die Weißeritz. Um 1800 wird der Weg als Verbindung von Rabenau nach Dippoldiswalde und 1842 nur noch zwischen  Spechtritz und Borlas genannt. Heute dient er als Verkehrsweg zwischen den beiden Ortschaften.

 

 

 

Quellen: Die Chroniken von Somsdorf , Spechtritz und Seifersdorf , Landkarten von 1771 und 1920,Acta: Alte Meißner Straße 1838.Berliner Meilenblätter,Reichskarten, Karte der Amtshauptmannschaft Dippoldiswalde. Karten von Kleinölßa, Die Karte der Weißeritz um 1800. Das Ergebirge von Moritz Süßmilch/Hörmig 1889..

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