In und um Seifersdorf

Diese Brücke  befindet sich auf der ehemaligen Trasse der Weißeritztalbahn und überquert den Mühlgraben der ehemaligen Seifersdorfer Mühle. Am früheren Streckenkilometer 8,919 gelegen erstreckt sie sich auf einer Länge von 9.80 Meter.  Sie wurde 1882  von der Firma Dyckerhoff & Widermann erbaut und gilt als die Erste Brücke aus Stampfbeton in Deutschland.  

 

    

 

                     

 

 

Quelle: Schmalspurbahn Freital-Hainsberg-Kurort Kipsdorf von Hans-Christoph Thiel, Verlag Kenning, Revisionszeichnung Mühl-Grabenbrücke Stat 91+9,5-Hainsberg am 30.März 1883.

 

 

 

 

 

Die Barbarakapelle befindet sich am Klausenweg in der Dippoldiswalder Heide, und trägt den Namen des Schutzheiligen der Bergleute. Ursprünglich wurde Sie als Klausenkirche benannt. Der Schlossherr Sigismund von Maltitz, dem Dippoldiswalde gehörte ließ diese Kapelle um 1500 erbauen (Er selbst Verstarb 1525).  Sie diente als Wahlfahrtsort für die Wahlfahrer von Dippoldiswalde nach Altzella. Im Jahre 1539 ließ der Bruder des Erbauers, Bischof Johann VIII von Maltitz aus Besorgnis vor geheimen Zusammenkünften der Anhänger der Reformation sie zerstören, nachdem der letzte Kaplan die Bergleute zum reformierten Gottesdienst aufgerufen hatte. Oberhalb des neben der Kapelle gelegenen Antoniusbrunnen soll nach einer Sage der Kirchendiener Antonius in einer Klause gewohnt haben. Von dem letztgenannten Brunnen entspringt das Barber- Flüsschen, welches unterhalb in die Oelsabach mündet.

Im Jahre 1814 berichtet August Schumann in seinem Vollständigen Staats, Post und Zeitungslexikon von Sachsen ,, am Wege nach dem Dorfe Oelsa stehen mitten im Walde 6 Ellen hohe und 1 ½  Ellen dicke Mauern die Ruinen einer Kapelle der heiligen Barbara"

Das Kapellenschiff ist 13 Meter breit und 16 Meter lang, welchen sich östlich der Altarraum mit den Maßen von 6,60 Meter anschließt. Vom Artillerie Leutnant Otto Rothmaler wurde im Jahre 1856 eine erste Kapellenzeichnung gefertigt, im Jahre 1881 wurde sie teilweise wieder aufgebaut. Der Altar der Kapelle wurde von den Maltitzern im Jahre 1539 mit nach Böhmen genommen, was Jüngste Geschichtsforschungen herausfanden. Als Reste der baulichen Ausschmückung ist das gotische Vorhangfenster im Altarraum erhalten geblieben. Heute findet in dieser Schlichten Kapelle jedes Jahr zu Himmelfahrt ein Gottesdienst statt.  

 

 

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Quellen: Bau und Kunstdenkmäler 1883, Chronik von Konrad Knebel 1918, Seifersdorf unsere Heimat von Chrisoph Beger 1998, Vollständiges Staats,Post und Zeitungslexikon von Sachsen 1814.   

 

 

Der in Ortsmitte an der Einmündung der Straße zur Turnhalle gelegene Park  wird als Heimatpark bezeichnet. Er wurde zum 25jährigenJubiläum des Heimatvereins im Jahre 1934 angelegt, woran eine steinerne Tafel mit dem Ortswappen erinnert. Unterhalb dieser steinernen Tafel ist ein aus einem alten Bauerngut stammender Sandsteinwassertrog eingesetzt der im Sommer mit Wasser gefüllt ist. Das Wasser kommt aus einer alten Zisterne von der alten Seifersdorfer Wasserleitung die heute an dieser Stelle nicht mehr existiert, so dass die Zisterne als Wasserbehälter dient. Links und rechts vom Wassertrog wurde eine Sandsteinmauer angelegt. Die alte breite Treppezum Heimatpark ging am anfangs von der rechten Seite hinauf. Heute aber verläuft der Aufgang von der linken Seite zu den Sitzmöglichkeiten. Die in der Mitte der oberen Sandsteinmauer stehende Bank stammt noch von 1934. Neben dieser stiftete die Stadt Dippoldiswalde im Jahre 2003 zwei neue Bänke. Im Jahre 2009 wurde zum 100jährigen Jubiläums des Heimatvereins ein weiterer Baum gepflanzt. Im selben Jahr installiere der Heimat- und Feuerwehrverein eine Solarpumpe, so dass nun bei ausreichend Sonnenschein wieder Wasser von der Zysterne in den Sandsteinwassertrog fliesen kann.

Reich geschmückt mit Parkpflanzen zeigt sich der Heimatpark heute den Besucher. 

 

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Sandsteinwassertrog mit Wassereinlauf 

 

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Weg in den Heimatpark 

 

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Gedenkstein zum Jubiläumsbaum 100 Jahre Heimatverein 

 

 

Fotos: Holger Läntzsch

Die Paulsdorfer Heide grenzt im Süden an Seifersdorf, liegt in der Gemarkung Paulsdorf und gehört dem  Sachsenforst. Die Gesamte Waldfläche beträgt ca: 3 Quadratkilometer. Als bekannteste  Erhebung ist der Stein-Berg mit 428,4 Metern, welcher 1899 entlang dem höchsten Punkt den Namen des sächsichen Forstmeisters Rudolf Karl Eras " Die Erashöhe " erhielt. Die Erashöhe dient als Ausichtsplattform mit dem Blick in Richtung Südosten , an einer im Jahre 1979 aufgestellten Schutzhütte und an der  nicht weit von dieser im Jahre 1987 errichteten Antennenanlage, wo man nach Nordwesten blickt.

 

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                                                                                   Schützhütte auf der Erashöhe

 

Die Felsen um den Stein-Berg und den Sand-Berg  stehen als Biotope unter besonderen Schutz (§ 30 BNatSchG i.V.m.§ 26 SächsNatSchG) ausgenommen sind die freistehenden Felsen, welche seit 1901 für den Klettersport genutzt werden. Diese  unterhalb der Erashöhe liegenden Felsen werden als Kanzel der Kleinere und Eras/ Altar der Höhere bezeichnet.

 

 

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                              Der Altar  an der Erashöhe

 

Mehrere Steinbrüche finden sich entlang der Hochplateaus in der Heide vor, in dem Steinbruch am Stein-Berg weist eine Einmeiselung auf das Jahr 1765.  Unterhalb der höchsten Erhebung dem Sand-Berg mit 431,7 Metern, ist der größte Steinbruch der Heide in welchen auf über 100 Meter und in einer Tiefe von bis zu 25 Meter Sandstein bis zum Jahre 1956 abgebrochen wurde. Seit dem diente dieser als Schießanlage der Polizei Sachsen bis 1997.

 

                                           

 

                                                                 Steinbruch am Stein-Berg

 

Zum Friedensfest des Johann Georg II, Kurfürst von Sachsen fand am 25 Juli 1668 eine arrangierte Jagd in der Heide statt.

Am Rande der Heide unterhalb von Paulshain fand früher durch das anstauen des Borlasbaches die Auswaschung von Geröl zum Goldfinden statt, wie es 1773 heißt: Anno 1560 gegeben. Ein Wall zeugt heute noch  von einen ehemaligen Teich.

In den Jahren 1586/1607 ist sie unter dem Namen "Beyreuther Heide" genannt.

Zwischen Paulsdorf und Paulshain versuchte man im 19Jh vergeblich Steinkohle in der Heide abzubauen.

Der Knöffel-Brunnen welcher neben dem Helfter-Grundbrunnen die Quellen des Seifenbach sind, wurde 1853 von einem Herr G.Kästner neu gesetzt wohin der Schlussstein weist.

 

 

 

 

                        Zeichnung der Paulsdorfer Heide    

 

Quellen: Luftkurort Sommerfrische Seifersdorf am Rabenauer Grund von Korwarzik, Unser Heimatdorf Seifersdorf von der Arbeitergemeinschaft und den Kulturbund Seifersdorf, Seifersdorf unsere Heimat von Christoph Beger, Karte Meßtischblatt 504 Kresicha und Tharandt von 1912, Zwischen Tharandter Wald und dem Lockwitztal von Akademie-Verlag Berlin 1973. .Tourist-Wanderheft, Talsperren Malter und Klingenerg Rabenauer Grund von Hebert Wotte 1980,Handzeichnung von Sachsen/Matthias Öder 1586-1607.

 

 

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