Kurz vor der Haltestelle Seifersdorf zwischen Hainsberg und Dippoldiswalde befindet sich auf dem jenseitigen Weißeritzufer der Trompeterfelsen, an welchen sich eine Art Harrassage knüpft. Ein sächsischer Trompeter wird von Oelsa her von Feinden hart verfolgt und steht plötzlich auf einer Waldblöße vor dem Abgrunde. Den Tod vor und hinter sich sehend, sprengt er über den Abhang in die Weißeritz. Sein Pferd zerschellt, er aber kommt mit dem Leben davon, steigt auf die dem Felsen gegenüber liegende Höhe und bläst dort ein „Nun danket alle Gott.“ Die erbitterten Verfolger sandten ihm Schüsse nach und eine Kugel streckte ihn nieder.

Andere erzählen, die Kugel sei ihm zwischen Hand und Mund durch die Trompete gefahren, dieselbe unbrauchbar machend. Die Trompete sei in das alte Messing gewandert, das Loch aber noch in einem Altertumsmuseum zu sehen.

 

Quelle: K. W. Clauß, Führer auf der Fahrt durch das Weißeritztal. 1883. 2. Aufl. S. 12.

 

Blick auf den Trompeterfelsen

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