Der kleine Ort zwischen Paulsdorf und Seifersdorf  ist eine Drescherhäusersiedlung des Rittergutes Berreuth, in einem Talgrund gelegen, welcher von dem Seifenbach durchfloßen wird. Im Jahre 1465 wird der Ort als ,,in den Seifen" erstmals erwähnt.  Der Ortsname deutet auf eine Goldwäche hin, welche sich an der Paulsdorfer Heide 1560 unterhalb von Paulshain am Borlasbach, denn man  damals im Oberlauf als Seifenbach bezeichnete, befand. In der Ortslage selber findet man heute noch mehrere Fischteiche vor.  

 

 

Fischteich in Seifen
 

Im Jahre 1639 wurde der Ort von den Schweden gänzlich niedergebrannt, ein Bewohner soll nach der Überlieferung überlebt haben.  1650 bauten sechs Männer einige neue Häuser.  1764 besaß der Ort 6 Häuser, 1840 waren es 10 Häuser zu denen jeweils ein Stück Land gehörte. Mit der Frohndienstablösung im Jahre 1839 gingen die Häuser in Pacht über und schließlich später in Eigentum.

 

 

 

                      entlang der  Dorfstraße

 

Der Kirchweg Seifersdorf–Paulsdorf verläuft gerade zwischen den beiden Ortschaften durch das Dörfchen Seifen, welches auch nach Seifersdorf eingepfarrt ist.  Der Paulshainer Schulweg wurde 1844, nachdem Paulsdorf eine Schule erhielt, und die Kinder aus Paulshain und Seifen diese Schule besuchten, angelegt. Markant für Seifen ist heute die Baumschule Schurig, die 1913 gegründet wurde.

 

Quellen: Unsere Heimat Bunte Bilder aus dem Dippser Land von Erhard Unger, Seiferdorf unsere Heimat von Christoph Beger, Karte Meßtischblatt 504 Kreischa von 1912. Zwischen Tharandter Wald; Freital und dem Lockwitztal 1973.

 

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