Die Paulsdorfer Heide grenzt im Süden an Seifersdorf, liegt in der Gemarkung Paulsdorf und gehört dem  Sachsenforst. Die Gesamte Waldfläche beträgt ca: 3 Quadratkilometer. Als bekannteste  Erhebung ist der Stein-Berg mit 428,4 Metern, welcher 1899 entlang dem höchsten Punkt den Namen des sächsichen Forstmeisters Rudolf Karl Eras " Die Erashöhe " erhielt. Die Erashöhe dient als Ausichtsplattform mit dem Blick in Richtung Südosten , an einer im Jahre 1979 aufgestellten Schutzhütte und an der  nicht weit von dieser im Jahre 1987 errichteten Antennenanlage, wo man nach Nordwesten blickt.

 

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                                                                                   Schützhütte auf der Erashöhe

 

Die Felsen um den Stein-Berg und den Sand-Berg  stehen als Biotope unter besonderen Schutz (§ 30 BNatSchG i.V.m.§ 26 SächsNatSchG) ausgenommen sind die freistehenden Felsen, welche seit 1901 für den Klettersport genutzt werden. Diese  unterhalb der Erashöhe liegenden Felsen werden als Kanzel der Kleinere und Eras/ Altar der Höhere bezeichnet.

 

 

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                              Der Altar  an der Erashöhe

 

Mehrere Steinbrüche finden sich entlang der Hochplateaus in der Heide vor, in dem Steinbruch am Stein-Berg weist eine Einmeiselung auf das Jahr 1765.  Unterhalb der höchsten Erhebung dem Sand-Berg mit 431,7 Metern, ist der größte Steinbruch der Heide in welchen auf über 100 Meter und in einer Tiefe von bis zu 25 Meter Sandstein bis zum Jahre 1956 abgebrochen wurde. Seit dem diente dieser als Schießanlage der Polizei Sachsen bis 1997.

 

                                           

 

                                                                 Steinbruch am Stein-Berg

 

Zum Friedensfest des Johann Georg II, Kurfürst von Sachsen fand am 25 Juli 1668 eine arrangierte Jagd in der Heide statt.

Am Rande der Heide unterhalb von Paulshain fand früher durch das anstauen des Borlasbaches die Auswaschung von Geröl zum Goldfinden statt, wie es 1773 heißt: Anno 1560 gegeben. Ein Wall zeugt heute noch  von einen ehemaligen Teich.

In den Jahren 1586/1607 ist sie unter dem Namen "Beyreuther Heide" genannt.

Zwischen Paulsdorf und Paulshain versuchte man im 19Jh vergeblich Steinkohle in der Heide abzubauen.

Der Knöffel-Brunnen welcher neben dem Helfter-Grundbrunnen die Quellen des Seifenbach sind, wurde 1853 von einem Herr G.Kästner neu gesetzt wohin der Schlussstein weist.

 

 

 

 

                        Zeichnung der Paulsdorfer Heide    

 

Quellen: Luftkurort Sommerfrische Seifersdorf am Rabenauer Grund von Korwarzik, Unser Heimatdorf Seifersdorf von der Arbeitergemeinschaft und den Kulturbund Seifersdorf, Seifersdorf unsere Heimat von Christoph Beger, Karte Meßtischblatt 504 Kresicha und Tharandt von 1912, Zwischen Tharandter Wald und dem Lockwitztal von Akademie-Verlag Berlin 1973. .Tourist-Wanderheft, Talsperren Malter und Klingenerg Rabenauer Grund von Hebert Wotte 1980,Handzeichnung von Sachsen/Matthias Öder 1586-1607.

 

 

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